Portugals 50-Meter-Brandschutzgesetz (2026): Fristen, Baumpflege & Bußgelder
Praktischer Leitfaden zur Brennstoffverwaltung (Gestão de Combustível): Stichtag 31. Mai, Rodungskosten, geschützte Korkeichen und behördliche Zwangsrodung.
| Rechtsgrundlage | Decreto-Lei n.º 82/2021 / Lei n.º 20/2023 |
|---|---|
| Frist | jährlich 1. Januar bis 31. Mai |
| Schutzzone Einzelhaus | 50 Meter ab Außenwand |
| Dorfschutzstreifen | 100 Meter um bebaute Siedlungen |
| Kronenabstand | mind. 4 m bei Eukalyptus/Kiefer; 2 m bei Eichen |
| Dachabstand | keine Äste innerhalb von 5 m zum Gebäude |
| Unterholz-Höhe | Gras und Gestrüpp max. 20 cm |
Gesetzliche Rodungspflicht: Abstände, Kronenpflege und Fristen
Das portugiesische Brandschutzgesetz verpflichtet Eigentümer ländlicher Immobilien, bis zum 31. Mai jedes Jahres eine 50-Meter-Schutzzone einzurichten. Dies erfordert das Kürzen von Unterholz auf unter 20 cm, das Aufasten von Bäumen bis zu 4 Metern Höhe und das Einhalten von mindestens 4 Metern Kronenabstand bei Eukalyptus und Kiefern. Einheimische Schutzbäume wie Korkeichen (sobreiros) dürfen selbst innerhalb des 50m-Radius nur mit schriftlicher Genehmigung des ICNF gefällt werden.
Unternehmerkosten, Nachbargrenzen und behördliche Zwangsrodung
Professionelle Forstarbeiten kosten zwischen 800 und 2.500 Euro pro Hektar. Steht ein Haus näher als 50 Meter an der Grundstücksgrenze, muss der Nachbar seinen Teil der Zone roden. Verweigert der Nachbar die Pflege, kann die Gemeinde (Câmara) oder die Umweltpolizei GNR-SEPNA eingeschaltet werden, die eine Zwangsrodung (execução coerciva) auf Kosten des säumigen Eigentümers durchführt.
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